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RE: Flatbacksyndrom.....wer hat Erfahrung damit?

#1 von SsTanjasS ( gelöscht ) , 21.08.2003 17:11

Hallo ihr Lieben,
ich bin mitten während des EDV-unterrichts (Umschulung) auf diese Seite gestoßen.
Erst mal an Kerstin: Hast du ganz toll gemacht! Das ist die beste Skolioseseite, die ich bisher gefunden habe. Und vielen Dank auch, dass du anderen Skoliosepatienten hier eine Plattform bietest, damit wir unsere Erfahrungen austauschen können.
Da ich hier neu bin, stell ich mich und meine Skoliose kurz vor. Bitte verzeiht mir, wenn ich nicht die Fachausdrücke verwende, aber bei mir ist das schon lange her und ich habe nur noch selten mit meiner operierten Skoliose "zu tun".
Als ich 6 Jahre alt war, stellte der Schularzt eine leichte Skoliose fest. Meine Mutter schleppte mich gleich zu einem Orthopäden. Der meinte, ich bräuchte Krankengymnastik. Nach einem Jahr hatte sich die Skoliose verschlechtert und nun war er der Meinung, ich bräuchte ein Korsett. Allerdings war da nix mit Gipsabdruck. Ich bekam irgendein Plastik-standard-ding verpasst, das scheuerte, wehtat und in dem ich krummer stand,als vorher. Zusätzlich musste ich nachts eine Gipsschale tragen. Das ganze lief 2 Jahre so, bis der Arzt zugab, dass die Verkrümmung sich verschlimmert hatte. Meine Mutter hatte die Nase voll und brachte mich zu einem anderen Orthopäden. Der war ganz entsetzt, denn ich hatte mit 10 Jahren die Skoliose eines Erwachsenen! Sprich, der Bogen in der Brustwirbelsäule maß 48° nach Cobb und die Verkrümmung der Lendenwirbelsäule maß damals 85° nach Cobb. Ich hatte also alles, Rippenwulst, Buckel, vorstehenden Bauch, niedriges Selbstbewußtsein dank hänselnder Schüler und Lehrer, Kurzatmigkeit....etc. Das einzig gute war, dass das Becken noch gerade war.
Jedenfalls überwies er mich an die WWK-Bad Wildungen-Reinhartshausen mit der Warunung, dass dort die Wartelisten sehr lang sind (waren). Aber wir hatten Glück. Nach einer ambulanten Untersuchung kam ich als Notfall ganz oben auf die Liste und wurde 2 Monate später (4.Januar 88) stationär aufgenommen.
Zuerst gab's diese vermaledeite Halo-extension. Die Narben sieht man heute noch auf der Stirn und es gibt immer noch so Witzbolde, die fragen ob ich mir da in den Kopf geschossen habe (ha ha )
Ich wurde 2mal operiert. Das erste mal mit dem VDS-verfahren (6 Schrauben, 8 Muttern, 4 Platten, 2 Haken...hab lang gebraucht, bis ich das auswendig sagen konnte *g*) und das 2te mal wurde mir so ein Harringtonstab verpasst. Das Endresultat war ziemlich gut, allerdings weiß ich die genauen Gradzahlen nicht mehr. Und 10 Zentimeter extra Körpergröße gab's noch gratis dazu *gg*

So, jetzt aber zum eigentlichen Thema: ich hab in der Schule so ein bisserl gestöbert und hab auch einige Beiträge gelesen. Was mich 1. wundert ist, dass so viele operierte Mitglieder immer noch zu Nachsorgeuntersuchungen gehen. Ich wurde 1988 operiert und hatte 1990 die letzte Nachsorgeuntersuchung. Danach hat es keinen Orthopäden mehr interessiert, wie mein Rücken jetzt ausschaut. Weder die Werner-Wicker-Klinik (wo ich operiert wurde) noch meinen Hausorthopäden (der vor 5 Jahren in den Ruhestand ging) Sollte ich selber mal einfach nur so zu einem Orthopäden gehen und den mal nachschauen lassen, ob noch alles in Ordnung ist?
Aber jetzt was anderes. Ich bin auf einen Link zu einer Seite über das sog. Flatbacksyndrom gestoßen. Ich habe mir die ganze Seite durchgelesen und mir ist ehrlich gesagt der A.... auf Grund gegangen! Vor 2 Jahren ist bei mir von einem amerikanischen Orthopäden (hab 3 Jahre in den USA gelebt) das Anfangsstadium des Flatbacksyndroms festgestellt worden. Allerdings hielt er es nicht für nötig, etwas dagegen zu tun..... Mittlerweile habe ich stärkere Sympthome. Die Schultermuskeln sind grundsätzlich verhärtet und verknotet, meine Schultern fallen nach vorne, wärhend es so aussieht, als würde ich das Kreuz weit nach vorne drücken und der Bauch und der Hintern stehen weit raus.... Das sieht besonders "lustig" aus, da ich eh ein bisserl Übergewicht habe...
Wenn ich mich hinsetze habe ich das Gefühl, als würde mein Oberkörper regelrecht zusammensacken. Ich habe ständig ein Druckgefühl auf den Magen und auch öfter Sodbrennen. Manchmal habe ich das Gefühl, als würde ich nicht genügend Luft bekommen und muss stehenbleiben und regelrecht einen tiefen Atemzug nehmen. Ganz schlimm ist es, wenn ich meine Einkäufe in den (nur) ersten Stock tragen muss. Wenn ich vor der Wohnungstüre stehe, klopft mein Herz so heftig, dass es regelrecht wehtut....
Jedenfalls suche ich jemanden, der sich sein Flatbacksyndrom schon hat korrigieren lassen. Mich würde interessieren, ob die Person sich hinterher genausogut, schlechter, oder besser bewegen konnte, wie vor der Verschlimmerung des Flatbacksyndroms.
Über ein paar Erfahrungsberichte über euer Leben nach den Op's besonders von Leuten mit Harringtons, die sie schon seit einer Weile haben, würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Antworten.

Ganz liebe Grüße
Tanja


SsTanjasS

RE: Flatbacksyndrom.....wer hat Erfahrung damit?

#2 von Kerstin , 21.08.2003 17:37

Hi, Tanja, ich hab meine Harringtons seit 1981 und hoffe, dass mich das Flatbacksyndrom nicht ereilt. Viel kann ich dazu auch nicht sagen.
Die Seite von Meicke kennst du, oder?!


 
Kerstin
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RE: Flatbacksyndrom.....wer hat Erfahrung damit?

#3 von SsTanjasS ( gelöscht ) , 21.08.2003 22:58

Hi Kerstin,
ja die seite kannte ich schon. das war genau die, die ich durchgelesen hatte. Ist beruhigend zu lesen, dass jemand den Stab schon länger hat als ich und noch keine Probleme damit hat.
Vielen Dank für deine Antwort.

LG Tanja


SsTanjasS

   


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