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RE: Überstunden und ständiges Stehen und Laufen

#1 von Lissy ( gelöscht ) , 03.10.2003 19:32

Hallöchen,
ich bin vor 26 Jahren 2 Mal operiert worden und mein Rücken ist versteift (nach Zielke). Im großen und ganzen komme ich recht gut zurecht. Ich bin schwerbehindert, arbeite im Büro und es klappt wirklich ... bis auf jetzt ...

Wir haben zur Zeit eine Erlebnisausstellung (10 Tage) wo ich maßgeblich an der Organisation beteiligt war. Normalerweise müsste ich von 8.00 - 20.00 Uhr auf den Beinen sein. Das schaffe ich aber gesundheitlich überhaupt nicht. Ich weiß, ich darf Mehrarbeit ablehnen, auch ohne Begründung. Was mir zu schaffen macht ist mein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Kollegen, die dann rappeln müssen bis zum Umfallen, weil ich gehen muss (die Schmerzen nach 10 Stunden ständigen Stehens und Laufens sind einfach unerträglich). Normalerweise sind mir schon 6 Stunden ununterbrochenen Stehens und Gehens zu viel. Dort habe ich auch keine Möglichkeit, mich mal hinzusetzen, da wirklich sehr viel Publikumsverkehr ist und ich ständig gefordert bin.

Ich meine, die Kollegen wissen ja eigentlich Bescheid, aber wenn mir dann berichtet wird, dass sie bis abends 21.00 Uhr noch gearbeitet haben (da lieg ich dann meistens schon auf dem Sofa und kann mich nicht mehr rühren), dann krieg ich das schlechte Gewissen. Ich hab Bammel dass die anderen denken, ich will mich nur drücken. Vor allen Dingen war ich noch nie (wirklich nie) krank wegen meinem Kreuz.

Tja, was wollte ich fragen? Eigentlich wollte ich nur ein wenig seelisches Schulterklopfen, weil es mich dermaßen nervt ... ich würde gerne wollen und kann aber nicht.

Lissy


Lissy

RE: Überstunden und ständiges Stehen und Laufen

#2 von Mayachen ( gelöscht ) , 04.10.2003 17:17

Hallo

ich bin 22 und bin vor 3 Jahren operiert worde.
Ich kann dir sagen, geh nach hause und leg dich hin.
Ich weiß, was das für Schmerzen sind und wieviel Kraft man brauch, um darüber hinweg zu sehen. Aber wenn es nicht geht geht es nicht mehr.
Und meine Gesundheit ist mir wichtig, vorallem was man vorher durch die OP durchgemacht hat.
Ich selbst habe eine Bürojob und sitze auch manchmal mehr als 8 Stunden vor dem PC. Wenn ich mir vorstellen müsste 10 Stunden zu stehen...glaube ich, dass ich danach öfters ausfallen werden, als wenn ich mal paar Stunden früher nach Hause gehe. AUus gutem Grund.

Bye
Mayachen


Mayachen

RE: Überstunden und ständiges Stehen und Laufen

#3 von Lissy ( gelöscht ) , 04.10.2003 23:01

Naja, stimmt schon, aber ich hab ein schlechtes Gewissen, weil die anderen Kollegen alle dableiben - und ich gehe (man sieht mir die Schmerzen ja nicht an - will ich mir auch nicht anmerken lassen) und jeder denkt, ich will mich vor der Arbeit drücken. Ich mag mir auch kein Schild umhängen: Ich bin schwerbehindert. Bitte entschuldigt dass ich gehe!
Ich habe Schmerzen.
Ach ja, jetzt kam die Bemerkung: Wenn du erst 14.00 Uhr auf die Ausstellung kommst bis 21.00 Uhr, dann musst du vorher ins Büro. Ich dachte mein Schwein pfeift. Das wäre dann ein Job von 07.30 - 21.00 Uhr. Also, irgendwie raffe ich das nicht. Klaro, ist im Moment eine Ausnahmesituation, aber ich steh das nicht durch. Und vor allen Dingen kann sich keiner diese Schmerzen vorstellen.
Lissy


Lissy

   


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