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RE: Rückoperation nach Harrington???

#1 von Gast ( gelöscht ) , 17.03.2002 14:29

Hallo.
Vor 10 Jahren wurde bei mir eine Versteifung der WS nach Harrington durchgeführt. Nun habe ich nächste Woche noch einen Termin zur OP. Dort will man den Stab herausnehmen und mit einem neuen die Rippen hochheben. Hat jemand schon Erfahrung hiermit gemacht. Was für ein Risiko gehe ich hiermit ein?? Wie lange dauert das?

Über eine Antwort wäre ich echt dankbar.


Gast

RE: Rückoperation nach Harrington???

#2 von Kerstin , 17.03.2002 14:31

Oh, das würde mich auch interessieren!!!!!

Mein Arzt meinte, dass mit den Rippen wäre zu aufwendig und wenn mich der Stab nicht stört, kann er auch drinbleiben.


 
Kerstin
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RE: Rückoperation nach Harrington???

#3 von Gast ( gelöscht ) , 17.03.2002 18:43

Die Ärzte sagten mir, dass das kein großer Eingriff wäre, wenn die einen Stab unter die Rippen setzen würden. Das komplizierte wäre halt, wenn ich mir den Rippenbuckel wegmachen lassen würde. Weil sie dann ein paar einzelne Rippen brechen müssten. Aber da habe ich auch schon mit einer betroffenen gesprochen, die sagte mir, dass es zwar schmerzhaft wäre, aber dass sie es jederzeit noch einmal machen würde. Ich werde dann nach der OP nochmal schreiben, wie es letztendlich war.

Bis dahin

Alexandra


Gast

RE: Rückoperation nach Harrington???

#4 von christina ( gelöscht ) , 19.03.2002 21:55

Hallo Alexandra!

Ich bin auch vor 10 Jahren operiert worden und heute 23 Jahre alt. Mir wurden 2 Harrington-Stäbe eingesetzt.
Die OP verlief damals gut.
Seit 6 Jahren habe ich zunehmend Schmerzen und mir wurde mittlerweile von verschiedenen Ärzten geraten, die Stäbe herausnehmen zu lassen. Ich habe aber Bedenken, daß die alte Skoliose (vor der OP 67 Grad) wieder kommt.
Ich weiß momentan nicht genau, was ich machen soll und bin daher auch sehr an einem Erfahrungsaustausch mit Leuten interessiert, die die Stäbe wieder entfernt bekommen haben.

Ich wünsche Dir für Deine OP schon mal alles Gute.

Christina


christina

RE: Rückoperation nach Harrington???

#5 von Yvonne ( gelöscht ) , 27.03.2002 16:07

Hallo,

mich würde auch das Ergebnis interessieren.
Ich wurde ebenfalls vor 10 Jahren operiert, allerdings nicht nach der Harrington-Methode, sondern nach VDS.
Ich wurde damals in der Uni-Klinik Göttingen operiert.
Bei mir wurde letztes Jahr festgestellt, daß mein Titanstab zweifach gebrochen ist. Allerdings haben Sie mir nicht zur OP geraten.
Viele Grüße
Yvonne


Yvonne

RE: Rückoperation nach Harrington???

#6 von Alexandra ( gelöscht ) , 04.05.2002 00:35

Ich bin jetzt seit einer Woche wieder zu Hause. Die Ärzte haben sich letztendlich doch dazu entschlossen den Stab drinzu lassen, da sie eine Rückbildung der Verkrümmung nicht ausschließen können. Und das möchte ich auf jeden Fall vermeiden.
Sie haben eine Rippenbuckelresektion durchgeführt.
Mit dem Ergebnis bin ich auf jeden Fall zufrieden.
Also, danke für Eure Antworten.

Alexandra


Alexandra

RE: Rückoperation nach Harrington???

#7 von Gast ( gelöscht ) , 12.05.2002 18:41

Hi!!!!

Wieso kann so ein Stab brechen, ohne dass man das merkt? Und wieso haben sie Dir nicht zur OP geraten?

Nele.


Gast

RE: Rückoperation nach Harrington???

#8 von Kerstin , 12.05.2002 18:59

Das merkt man eigentlich nicht, weil der ja nicht aus seiner Lage gerät, sondern wie abgebildet bricht.


 
Kerstin
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RE: Rückoperation nach Harrington???

#9 von Gast ( gelöscht ) , 17.06.2002 19:48

Hallo!

Ich bin 1974 nach Harrington in Dortmund operiert worden und hatte zwei Stäbe. Meine Krümmung war von über 80 und 60 Grad auf 60 bzw. 40 Grad korrigiert worden.
Seit 1986 hatte ich Probleme und Schmerzen, die von den Ärzten darauf zurückgeführt wurden, daß sich der untere Stab gelockert hätte. Schließlich wurden mir 1987 beide Stäbe entfernt. Der obere machte keine Schwierigkeiten, aber man versicherte mir, daß es besser sei, gleich beide Stäbe zu entfernen. Es war ein Riesenfehler! Ungefähr fünf Jahre später begann meine Wirbelsäule, sich wieder zu verkrümmen und heute habe ich wieder den gleichen Krümmungsgrad wie vor meiner ersten Operation. Ich habe es nicht gemerkt. Das einzige, was mir auffiel, war die Tatsache, daß einige Kleidungsstücke nicht mehr richtig paßten bzw. zu groß erschienen. Heute weiß ich, daß ich nicht nur wieder schief geworden bin sondern auch 3 cm meiner Körperlänge verloren habe.
Ich bin übrigens die ganze Zeit in ärztlicher Behandlung gewesen, aber keiner der Herren Orthopäden hat es für notwendig gehalten, mich mal zu messen, geschweige denn auf den Röntgenbildern nachzumessen, was meine Krümmung macht.
Fazit: Ich würde die Stäbe drinlassen.

Alles Gute,

Tina


Gast

RE: Rückoperation nach Harrington???

#10 von Kerstin , 17.06.2002 19:54

Ich mach das auch - solange mir das Ding keine schwerwiegenden Probleme bereitet.
Hier noch zwei Bildchen aus dem Netz - gefragt verlinkt.




und ein 2 engl. Links

1. Link

2. Link


 
Kerstin
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RE: Rückoperation nach Harrington???

#11 von Yvi ( gelöscht ) , 18.06.2002 16:17

Hallo Nele,

die Ärzte meinten, solange keine dauerhaften Schmerzen be-stehen, bräuche der Titanstab auch nicht rausgenommen werden. Ich bin auch ganz froh drum, da dies ja auch wieder eine großer Eingriff wäre.
Bei mir ist übrigens der Stab mit jeder Wirbel verschraubt worden, wie bei Kerstins Bild.
Schöne Grüße
Yvi


Yvi

RE: Rückoperation nach Harrington???

#12 von Gast ( gelöscht ) , 14.07.2002 16:03

Hallo,
seit ein parr Tagen streife ich jetzt durch´s Internet und lese alles, was mit Skoliose zu tun hat. Jetzt weiß ich, daß ich eigentlich nichts weiß. Ich habe eine Skoliose, die meine Oma schon festgestellt hat, als ich das erste Mal saß. Damals war der Arzt der Meinung, daß sich das schon wieder gibt. Richtig festgestellt wurde sie dann zur Einschulungsuntersuchung. Dann folgten einige Jahre KG, die ich nur sehr widerwillig über mich ergehen lassen habe. Außerdem mußte ich im Gipsbett schlafen, welches jede Nacht irgendwann auf dem Boden neben dem Bett gelandet ist, da ich eh lieber auf dem Bauch geschlafen habe. Mit 11 folgte eine Kur, die mir wohl damals auch sehr gut getan hat. Mit 13 wurde ich nach Dresden in die Orthopädische Klinik überwiesen, wo man der Meinung war, man müßte operieren (Harrington), für ein Korsett war es laut Arzt zu spät. Ein Jahr später mußte mir der Stab entfernt werden. Nachdem die ganze Nachbehandlung abgeschlossen war, war ich nur noch selten beim Orthopäden. Vor ein paar Jahren hab ich mich dann dazu aufgerafft und habe mir wieder einen Termin besorgt. Viel Auswahl an Ärzten hat man hier nicht, also bin ich zum am nächsten gelegenen gegangen. Der hat mich einmal geröntgt, mir aber nicht mitgeteilt, wieviel Grad meine Verkrümmung jetzt beträgt. Ich habe also keine Ahnung. Nun habe ich seit kurzem einen Computer und kümmere mich selbst um eine Kur, die mein Orthopäde wohl nie für nötig hielt. Ab und zu mal KG oder Massagen und Tabletten gegen die Schmerzen. Die sofort im Müll gelandet sind, als ich wieder zu Hause war.
Jetzt denke ich außerdem über eine zweite OP nach, zwecks Rippenbuckel.
Was die Kur betrifft, denke ich, daß ich mich genau richtig entschieden habe, nämlich für die K.-Schroth-Klinik in Bad Salzungen. Demnächst habe ich einen Termin beim Orthopäden, den ich dann um eine Überweisung dahin bitten werde.
Und was ich auch noch tun werde, ist einen Antrag für einen Behindertenausweis stellen.
Ich bin wirklich froh, daß ich dieses Forum gefunden hab, ich glaube ich bin dadurch jetzt schon um einiges schlauer als mein Arzt.


Gast

RE: Rückoperation nach Harrington???

#13 von Gast ( gelöscht ) , 14.07.2002 16:07

Ganz vergessen, Euch meinen Namen mitzuteilen!
Ich heiße Jacqueline, bin 29 und komme aus Marienberg/Sachsen. Falls jemand Lust hat, mir ´ne E-Mail zu schicken:jacqueline_uhlig@web.de


Gast

RE: Rückoperation nach Harrington???

#14 von BZebra ( gelöscht ) , 14.07.2002 23:14

Hallo Jacqueline,

falls Du das nicht sowieso schon gefunden hast, schau auch mal im Skoliose-Info-Forum und bei der Orthopoint-Mailingliste-Skoliose vorbei.

In der Mailingliste diskutieren sie gerade über Sinn und Zweck von Rippenbuckel-Beseitigung, ist vielleicht interessant für Dich.

Außerdem kann man über die Mailingliste prima Kontakt zu Dr.Chêneau (Erfinder des Chêneau-Korsetts) und Dr.Steffan aufnehmen.
Dr.Steffan ist ein ehemaliger Arzt der Katharina-Schroth-Klinik in Sobernheim und leitet jetzt das Skoliose-Zentrum in Bad Salzungen, wo Du ja hin willst.

So, jetzt wünsche ich Euch allen noch einen schönen Sommer. Ich verkrümel mich morgen für für die nächten 7 Wochen nach Spanien . Da gibt es leider kein Internet.
Komme aber im September (mit meinem 100. Beitrag) wieder.

machts gut,
BZebra


BZebra

RE: Rückoperation nach Harrington???

#15 von Daniela ( gelöscht ) , 15.07.2002 13:12

Hallo Jaqueline,
als ich soeben deinen Bericht gelesen habe, dachte ich fast es wäre meiner. Bin in Wolkenstein groß geworden und wurde vom Orthopäden auch ungefähr zwischen 11 und 13 nach Dresden geschickt - meine Mutter und ich auch fanden die Klinik aber so furchtbar, daß ich die OP nicht machen ließ.
Jetzt, mit 27 Jahren habe ich zum eersten Mal einen Orthopäden gefunden, der die Skoliose ernst nimmt und mich nicht nur mit Tabletten heimschickt. Bin aber nun bei 98° oben und 74° unten angelangt und muß unbedingt operiert werden.
Irgendwo in diesem Forum ist auch ein Bericht von mir.
Wohne übrigens zur Zeit noch in Bayern und habe die Nase von "Ost-Orthopäden und Kliniken" noch ziemlich voll, denn wenn da einer die Sache ernst genommen hätte, ginge es mir heute besser.
Also viele Grüße ins Erzgebirge
Daniela


Daniela

   

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