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RE: Psychologische Aspekte der Korsett-Therapie

#1 von Kerstin , 24.03.2002 14:16

Auf allgemeinen Wunsch eines einzelnen Herrn poste ich den Beitrag nochmal in einen neuen Thread....
den Thread-Titel, kann ich aber leider nicht so lang machen, wie du es gern hättest ;-)

Liebe Kerstin
es ist fast unglaublich, was Du erlitten und erduldet hast! Die
souveräne und positive Art und Weise, wie Du Dein Leiden mit der
Skoliose publizierst und propagierst "adelt" Dich im echten Sinne des
Begriffes. Mich würde es sehr interessieren, wie Du über das Thema
Skoliose/Kyphose und die Auswirkungen auf die menschliche Psyche in
seiner historischen, philosophischen und soziologischen Dimension
denkst. Wie fühlt man sich im Gips- oder Plastik-Korsett? Hat die Starre
des Körpers, der Wirbelsäule seelische Auswirkungen ? Könnten diese, so
negativ sie im Moment des Erlebens sicher sind, langfristig positive
Kräfte freisetzen? Führt die monatelange- jahrelange Enge um den Körper
vieleicht zu einer besonderen Freiheit des Geistes? Du scheinst mir
dafür ein bemerkenswertes und bewunderungswürdiges Beispiel zu sein!!!
Für ein von seinem Cheneau-Korsett völlig deprimiertes junges Mädchen
habe ich folgenden Text geschrieben, über den Du nun nach Deinem
Ermessen frei verfügen kannst und sollst:


Hochgeschätzte Prinzessin im Rahmouni
Es freut mich Euch in eine Linie der großen Frauen dieser Welt einreihen
zu dürfen. Seid willkommen im Kreise Eurer majestätischen Vorgängerinnen
und tragt Euer Korsett mit der gleichen und selbstverständlichen
königlichen Würde und Erhabenheit wie Diese:

1. Reina-(Königin auf spanisch) Isabella von Kastillien, Arragon und
Navarra,(1451-1504) der der Papst den Eherentitel (Ihre
allerkatholischste Majestät) verliehen hat. Die Frau, die gegen die
Empfehlung Ihrer Ratgeber und gegen alle damalige Vernunft Cristobal
Columbus, den Entdecker Amerikas losgeschickt hat, die Spanien in ihrer
Regierungszeit zu einer absoluten Weltmacht vereinigt hat. Sie hatte
einen "schlimmen Rücken"-wie es in den Geschichtsbüchern vermerkt ist-
vermutlich war es Skoliose und oder Kyphose. Sie lies sich deshalb von
den besten Rüstungsmachern ihrer Ritter starre Stahl-Korsetts anfertigen
und von ihren Hofdamen so eng darin einschnüren, daß man angeblich ihre
Rippen knacken hören konnte- so ist es bis heute überliefert! Sie war
eine ungewöhnlich strenge, kluge, selbstbewusste und vorausschauende
Frau und überaus mächtige Königin. Bis heute sind die Historiker
überzeugt, daß das berühmte steife spanische Hofzeremoniell seine
eigentliche Ursache in den steifen und extrem engen orthopädischen
Korsetts hatte, die Ihre allerkatholischste Majestät sich selbst
auferlegt hatte um damit ihre Rückenschmerzen zu bekämpfen. Noch heute
500 Jahre nach ihrem Tod versuchen die spanischen Bischöfe sie in Rom
heilig sprechen zu lassen. Die Hofdamen und adeligen Damen ihrer Zeit
ließen sich aus reiner Solidarität mit ihrer großen Königin damals auch
in Korsetts schnüren. So entstand im 14. Jahrhundert das Korsett als
Modeerscheinung adeliger Damen. Sie wollten damit die gleiche Würde und
Erhabenheit ausstrahlen wie Reina Isabella.

2. Catharina de` Medici- geb. Florentinerin, Königin von
Frankreich.(*1519 +1589) Sie war eine der mächtigsten Königinnen
Frankreichs und geradezu eine Korsett-Fetischistin. Auch Sie lies sich
ein extremes Stahlkorsett schmieden, das heute noch im Louvre in Paris
bewundert werden kann. Dieses Stahlkorsett mit einem geschnürten
Unter-Mieder aus Reh-Wildleder darunter soll sie zeitlebens Tag und
Nacht getragen haben- zusammen mit einem Keuschheitsgürtel, dessen
Schlüssel sie aber selbst verwaltete. Sie verlangte von allen Hofdamen,
Kammerzofen, Dienerinnen usw....ebenfalls das Tragen von Korsett (35 cm
Umfang Pflichtmass!!!) und Keuschheitgürtel. Damit wollte sie das
lüsterne Lotterleben am französichen Hof etwas einschränken und ist
selbst mit gutem Beispiel vorangegangen. Während Ihrer Regentschaft
versuchte Sie mit Diplomatie und Toleranz den Bürgerkrieg zwischen
Katholiken und Hugenotten zu verhindern.


3. Elisabeth I.(Tochter von Heinrich dem 8.) house of Tudor, Königin von
England.(*1533 bis +1603) Brutal eng und steif korsettiert wurde sie
gegen tausend Wiederstände aber mit Härte, Klugheit und Beharrlichkeit
zu der mächtigsten Königin, die Englands Aufstieg zur Weltmacht
einleitete.
4. Maria-Theresia von Habsburg- Kaiserin von Österreich, (auch
Vorderösterreich- wie das Herzogtum Baden mit Hauptstadt Freiburg damals
genannt wurde- Freiburg hat heute noch das Kreuz der Habsburger als
Stadtwappen!) Ungarn, Slowenien, Böhmen, Slowakei,Schlesien,Norditalien
und Dalmatien. Sie war zeitlebens auf eine knallenge Supertaille
geschnürt. Sie hat in Ihrer Regierungszeit aus dem kleinen Österreich
die führende Weltmacht ihrer Zeit gemacht. Sie hat klug, gerecht und
weise regiert. Sie hat die allgemeine Schulpflicht für ALLE Kinder
eingeführt und die Leibeigenschaft endgültig abgeschafft. Sie hat 350
Jahre vor dem Euro den nach Ihr benannten ?Maria-Theresien ?Thaler
eingeführt, der ein von China bis nach Portugal allgemein gültiges
Zahlungsmittel war und hat damit friedlichen Handel und Wandel in der
Welt unglaublich gefördert und das damalige Österreich richtig reich
gemacht. Sie hat (trotz Korsett!!!) 17 gesunde Kinder zur Welt gebracht.
Ihre jüngste Tochter Marie-Antoinette hatte allerdings ein sehr
trauriges Schicksal: Sie wurde in der französischien Revolution auf die
Gulliotine geschickt und enthauptet. Mehrfach hatte Sie als kluge
vorausschauende Frau in Briefen Ihren Schwiegersohn, den König von
Frankreich gewarnt, er solle seine Hofhaltung nicht so maßlos
übertreiben und zu mehrGerechtigkeit und Bescheidenheit aufgefordert.
Auf allen Bildern und Ölgemälden ihrer Zeit ist sie sehr streng
korsettiert dargestellt.

5. Die kleine unbedeutende deutsche Prinzessin Sophie-Friederike-Auguste
von Anhalt-Zerbst heiratete den russischen Thronfolger Peter den III.
Der jedoch erwies sich als "Depp". Kurzerhand übernahm sie mit Hilfe ihr
ergebener Gardeoffizierein einem Putsch selbst die Macht in Russland.
Sie regierte weise, klug und gerecht. Sie war eine aufgeklärte Monarchin
mit preussischen Tugenden: Disziplin, Treue, Toleranz (ja das ist eine
urpreussische Tugend!)Pünktlichkeit, Zuversicht und Zuverlässligkeit.
Sie war auch permanent streng korsettiert- soll aber trotzdem oder
gerade deshalb schneller und besser geritten sein als die meisten ihrer
Reiterhusaren! Als ZARIN KATHARINA die GROSSE ging sie unsterblich in
die Geschichte (1729-1796) ein.


6. Elisabeth von Wittelsbach (bayerische Prinzessin, *1837 +1898)- durch
Heirat mit Franz-Joseph I.von Habsburg wurde sie Kaiserin Elisabeth von
Österreich. Bis heute wird sie in der ganzen Welt liebevoll "Sissi"
genannt. Die "echte Sissi" war noch viel enger korsettiert als Romy
Schneider als Sissi-Darstellerin in den berühmt gewordenen Filmen! Sie
war unglaublich gescheit, sprach 7 Sprachen fließend, darunter auch
ungarisch und griechisch, die extrem schwer zu lernen sind, ritt wie ein
Wirbelwind und turnte täglich mindestens 2 Stunden IM extrem eng
geschnürten Korsett- um ihre legendär schlanke Figur zu pflegen und zu
erhalten! Frauenturnen und Gymnastik für Frauen hat Sissi lange vor
"Turnvater Jahn" propagiert und bewiesen, daß man mit ausreichend
Gymnastik und trainig die negativen Folgen der superengen
Taillenschnürmieder ihrer Zeit gesundheitlich unbeschadet überstehen
kann. Sie hat durch ihre diplomatischen Vermittlungen und persönlichen
Einsatz einen schlimmen Freiheitskrieg zwischen Österreich und Ungarn
verhindert. Ungarn konnte sich dank dieser Sissi unblutig von der
östereichischen Herrschaft befreien und eine eigene Nation gründen. In
Ungarn wird daher diese "Bayernprinzessin" heute noch wie eine
Nationalheilige vereehrt! Sie trat zeitlebens für Reformen,
Frauenrechte,Freiheit und Demokratie ein. Eine wahrhaft aristokratische
Haltung!

Alle diese wahrhaft großen Frauen, die alle bessere Herrscherinnen waren
als sämtliche männlichen Könige, Zaren und Kaiser trugen selten
Kronen(außer zu Festlichkeiten)- aber grundsätzlich immer ein Korsett!
Das KORSETT (nicht die Krone) ist das wahre und wirkliche Attribut
der Königin!

Ich habe daher die geschichtlich begründete Theorie, daß das Tragen von
Korsett einen starken und sehr positiven Einfluss auf die Psyche und
den Charakter hat. Das Tragen vom Korsett macht eine aufrechte, stolze
und geradezu unbeugsame Haltung. Diese äußere Haltung überträgt sich
sicher auch auf die Psyche. KorsettträgerInnen lernen zwangsläufig
Unbequemlichkeiten und auch zuweilen Schmerzen auszuhalten, zu dulden
und zu ERTRAGEN. Sie sind leidensfähiger und dadurch auch duldsamer und
einfühlsamer als Menschen, die eine solche langwierige Prozedur nie
erlebt haben.

Korsettträgerinnen lernen auch hart (im wahrsten Sinne des Wortes) zu
sich selbst zu sein und zu bleiben! Sie wissen früher als Andere, daß
das Leben nicht nur aus "Fun and Happyness" besteht. Sie lernen eine
geradezu philosophisch-stoische Geduld mit sich selbst zu haben. Sie
lernen am eigenen Körper daß positive Veränderungen viel Geduld,
manchmal Jahre des Durchhaltens und der Schmerzen brauchen.

Das Ziel der heutigen Korsett-Trägerinnen (eines Cheneau-, Rahmouni-,
Gschwend-, Stangara,-Touluse-Münster-, Boston-, Tübinger,- oder
Milwaukee- Korsetts) ist nicht die VERformung in eine ungesunde
Supertaille sondern vielmehr die FORMUNG eines schönen und gesunden
Körpers und einer aufrechten (majestätischen) Haltung. Das ist ein noch
viel edleres und anspruchsvolleres Ziel als z.B. Sissis Supertaille!

Deshalb liebe und vereehrte heutigen Korsett-Trägerinnen- fühlt Euch
blos nicht als "kranke Krüppel", die mit dem Korsett " nur einen
Quasimodo-Buckel" verhindern wollen oder sollen- sondern fühlt Euch wie
echte Königinnen!

Das Korsett kann Euch Eure Würde nicht nehmen- ganz im Gegenteil: Ihr
seit die wahren Königinnen!

Also tragt Eure edlen Meisterwerke von modernen orthopädischen Korsetts
mit Stolz und Würde. Schämt Euch NIEMALS dafür. Aber lasst ein
mitleidig-kluges Lächeln für die vielen "scheinbar Gesunden" aber
"völlig Ahnungslosen" übrig.

Mit vereehrungsvoller Hochachtung
Euer Toni


 
Kerstin
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RE: Psychologische Aspekte der Korsett-Therapie

#2 von Kerstin , 24.03.2002 14:20

Na, und nun noch die Antwort von Toni, nachdem ich ihm ein Bild von mir schickte und sagte, dass mich die ganze Sache damals wohl doch sehr in meinem Selbstbewusstsein gestärkt hat:

Liebe Kerstin- ich weiß nun daß meine Therorie/Hypothese stimmen muß.
Du hast in Deinem Bild zweifellos den Blick einer Königin!!! Du strahlst mentale Kraft und Souveränität aus.
Glaubst Du ohne diese extreme "Durchhalte-Strapaze" ohne Deine Schmerzerfahrungen heute DIE zu sein die DU bist?
Könnte es sein daß Du Dich als "Gesunde" zu einem relativ normalen aber banalen Durchschnittsmenschen entwickelt hättest?
Bist Du (noch) sauer auf Deinen Körper, Deine WS,die DDR-Ärzte?
Was könntest Du heute mit Deiner speziellen Lebenserfahrung einem jungen Mädchen raten, das z.B. ein Cheneau tragen sollte oder müsste?
Ist es nicht ein Fehler nur eine "Wachstumslenkung" der Wirbelsäule mit dem Korsett anstreben zu wollen ohne gleichzeitig eine Wachstumslenkung des Geistes anzubieten?


 
Kerstin
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RE: Psychologische Aspekte der Korsett-Therapie

#3 von Kerstin , 24.03.2002 14:31

Hallo Toni, jetzt schmeichelst du mir aber sehr. Du übertreibst ganz schön ;-)

Sicher wäre alles ganz anders gekommen...(vielleicht aber auch nicht...wer weiß das schon)

Es war halt mein Schicksal und ich war nie wirklich sauer auf meinen Körper (*nicht-nötig-hab*), meine WS (dafür kann ja keiner was) und schon gar nicht auf DDR-Ärzte, die auch nur ihre Arbeit gemacht haben.

Klar hätte ich mir das alles lieber erspart, aber es klappt halt nicht immer so, wie man es gern hätte. Und es gibt noch tausende, die schlimmer dran sind.

Ein MS-, Krebs-, Aids- oder sonstwie -kranker würde sicher sein Leben lang mit 'nem Korsett rumlaufen wollen, wenn ihn das wenigstens am Leben hielte.

Als Teenie nimmt man das eh alles nicht so schlimm, aber ich bin auch von Hause aus kein labiler Mensch. Sooo schlimm war so ein Korsett auch wieder nicht - der Mensch gewöhnt sich an alles und irgendwann ist es ja auch vorbei.

Würde ich jetzt ein Korsett bekommen, würde mich das sicher noch mehr anstinken als damals, aber was sein muss, muss halt sein.

Wie gesagt, es gibt so viele, denen gar nicht mehr zu helfen ist, also sollte man diesbezüglich doch wohl mit mehr Optimismus durchs Leben gehen.


 
Kerstin
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RE: Psychologische Aspekte der Korsett-Therapie

#4 von Toni ( gelöscht ) , 25.03.2002 01:18

Du hast die Haltung, die dafür erforderlich ist so etwas durchzustehen. Philosophisch betrachtet bist Du eine Stoikerin. Hinnehmen und erdulden,was sein muß und nicht zu ändern ist. Aber alles anpacken, was frau/man in Positive ändern kann. Das Prinzip Hoffnung nie aufgeben.

Aber was ist mit den jungen Menschen, die ein Korsett tragen sollten und es in die Ecke stellen aus tausend Gründen, die alle Ausreden sind? Die das Ding emotional hassen, auf sich selbst wütend sind? Sie hadern mit ihrem Schicksal, statt es anzunehmen und zu versuchen das Beste aus dieser zweifellos anstrengenden und durchaus schmerzhaften Zeit zu machen.
Wie können wir ihnen Compliance und Contenance geben?
Wer stärkt ihnen das "geistige Rückrad" den Lästerungen der Dummen und den eigenen Minderwertgkeitsgefühlen zu begegnen?

Wer eine Korsett-Therapie und/oder eine WS-OP durchgemacht hat, hat allen Grund wahrhaft stolz zu sein.
Euer Toni


Toni

RE: Psychologische Aspekte der Korsett-Therapie

#5 von Caren ( gelöscht ) , 27.04.2002 19:49

Hallo Ihr, habe selbst ein Korsett jahrelang ein Korsett getragen und bin nun trotzdem nicht um eine OP herumgekommen. Aber was soll es! Ich bin sicher, daß meine Krankheit, die Skoliose, mich befähigt, meinen Körper und meine Gesundheit mir ganz anderen Augen zu sehen. Ich kann es einfach dankbar genießen, Sport treiben zu können, tanzen zu können, mich überhaupt ansehen zu mögen, besonders jetzt nach der OP ist es ein wirkliches Geschenk, mich ausziehen, ohne mich geradezurecken und zu korrigieren, einfach so enge T-Shirts tragen und aufrecht durch die Gegend laufen... Drückt mir die Daumen,daß die Schmerzen besser werden. Dann kann ich wirklich zufrieden sein, ist doch egal mit der fetten Narbe, den Kaiserschnitt im rechten Winkel, ist doch flott, oder.
Ich habe im Laufe der Jahre festgestellt, daß ich mit anderen körperlichen Mängeln viel, als bspw. meine Freundinnen. Diese Makel relativieren sich einfach wirklich angesichts einer Deformation wie der Skoliose! Kurze Beine, krumme Nase? Nicht egal aber auch nicht wichtig, solange ich gesund bin. Wer einen ganz krummen Rücken hat, sieht Cellulite nicht mehr als die größte Geißel der Frauenwelt, oder? Dabei meine ich nicht, daß eine Erkältung mich angesichts der OP-Strapazen nicht trotzdem noch tüchtig stressen kann, aber ich glaube, wenn man Schlimmes durchlebt, lernt man das eigene Glück gebührend schätzen. Alle sagen mir, daß ich kein leichtes Schicksal hatte (auch unabhängig von der Skoliose). Trotzdem meine ich von mir sagen zu können, ein glücklicher und lebensbejahender Mensch zu sein. Vielleicht auch, weil ich gelernt habe, mich freuen zu können.

Zu Psychologie und Korsett habe ich natürlich meine eigene Meinung. Wenn ein Korsett nötig wird, sollte man doch den jungen, altersentsprechend eher instabilen, Mädchen eine adäquate Betreuung zukommen lassen. Ich denke, das das außerordentlich wichtig ist, um die berühmte Compliance zu erzeugen. Ohne diese kann man eine Korsettbehandlung schließlich vergessen. Und wer glaubt, ein Korsett zu tragen , steckt ein Mensch so einfach weg, irrt, jedenfalls in den meisten Fällen. ich habe jedenfalls vor, nach Abschluß meines Studiums eine Doktorarbeit zu psychologischen Aspekten der Skoliose, des Korsetts und der OPs zu schreiben. Hoffentlich klappt es! Vielleicht könnt Ihr mir dann ja auch noch mit Euren Érfahrungen helfen, Kerstin, damit in Zukunft Korsetträgern und auch operierten Skoliosen alle Hilfe angeboten wird, die notwendig ist, damit es ihnen rundum (also auch psychisch) besser geht.
Ich schaue immer wieder rein! Caren


Caren

RE: Psychologische Aspekte der Korsett-Therapie

#6 von Kerstin , 27.05.2002 17:33

Freu....danke für dein langes ansprechendes Posting!


 
Kerstin
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