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RE: Veerbung von Skoliose

#1 von NettiAngel ( gelöscht ) , 19.05.2002 23:08

Hallöchen!

Ich habe schon vor längerem gelesen das Skoliose veerbar ist. Mich würde mal interessieren ob es in eurer Familie auch andere Fälle mit Skoliose gibt?
Da ich in meiner Familie die einzigste bin.
Und noch eine Frage, vielleicht auch an die älteren von euch, die schon Kinder haben. Haben euch eure Ärzte darüber mehr gesagt? Wegen der Veerbung meine ich?
würde mich echt mal interessieren!
viele liebe grüße Netti


NettiAngel

RE: Veerbung von Skoliose

#2 von Kerstin , 19.05.2002 23:10

Ich bin in meiner Familie die Einzigste und mein Sohn hat nichts geerbt. Vererbung ist ja auch nur ein geringer Anteil.


 
Kerstin
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RE: Veerbung von Skoliose

#3 von Kathrin ( gelöscht ) , 20.05.2002 14:17

Hallo!

Bei mir ist es schon zum Teil vererbt. Denn meine Tante hat Skoliose und auch der Opa meiner Mutter hatte Skoliose.
Meine Eltern haben es nur a bißerl.

Wegen der Vererbung bei den eigenen Kindern kann ich leider nix sagen.

Kathrin


Kathrin

RE: Veerbung von Skoliose

#4 von NettiAngel ( gelöscht ) , 21.05.2002 17:18

Ich wollte mich hiermit mal für meinen Rechtschreibfehler entschuldigen. Der mir gleich 3 mal passiert ist. Natürlich meinte ich Vererbung und nicht Veerbung.
Man wird halt schon alt! *gg*

~Netti~


NettiAngel

RE: Veerbung von Skoliose

#5 von caren ( gelöscht ) , 23.05.2002 11:38

Hallo Netti,
wie bei den meisten Erkrankungen gibt es bei den Skoliosen eine "erbliche Komponente". Man neigt eher zu dieser Erkrankung, muß sie jedoch nicht zwangsläufig bekommen. DAS Skoliose-Gen gibt es jedenfalls nicht. Mglw. ist es sogar nur eine andere Knochenstrukur, die vererbt wird, da sind sich die Ärzte jedoch nicht einig. In erster Linie (wenn es bei idiopathischen Skoliosen losgeht) soll es sich um ein Muskulaturproblem handeln (eine Seite zieht stärker).

In meiner Familie hatte meine Mutter auch Skoliose, aber keinesfalls so stark wie ich.
Ich will aber trotzdem Kinder, werde eben mehr auf den Rücken meines Nachwuchses achtgeben!
Liebe Grüße, Caren


caren

RE: Veerbung von Skoliose

#6 von BZebra ( gelöscht ) , 26.05.2002 04:37

Es gibt verschiedene erbliche Faktoren, die eine Skoliose begünstigen.
Skoliotiker haben z.B. sehr häufig eine Bindegewebsschwäche.
Zu den Folgen einer Bindegewebsschwäche zählen auch Knick- und Plattfüße, Gesichtsskoliosen, schiefe Zähne, ORANGENHAUT und ähnliche Asymmetrien.

Die Wahrscheinlichkeit eine Skoliose zu entwickeln hängt auch vom Geschlecht ab. Es sind so viel ich weiß 5-mal soviel Mädchen wie Jungen betroffen.
Auch neurologische Faktoren, Tumore, schlecht verheilte Operationsnarben und Brüche, angeborene Deffekte wie Keilwirbel oder eine Beinlängenverkürzung oder Geburtsschäden (KISS-Syndrom) können Auslöser sein.

Dann kommen noch Rückenschädliche Verhaltensweisen unserer Gesellschaft hinzu. So muß man z.B. zum Aufbau einer starken Rückenmuskulatur als Kleinkind viel krabbeln. Viele Skoliosepatienten hatten ein Gehfrei, sehr schädlich wie man heute weiß.

In den Familien von Skoliosepatienten finden sich häufig mehrere Betroffene, wobei die meisten unter ihnen garnichts von ihrer Skoliose wissen, da sie nur gering ist oder keine Probleme bereitet.

Definitionsgemäß fängt eine Skoliose auch erst ab der Verdrehung der Wirbelkörper an.
Das vorangehende Stadium, indem die Wirbelsäule bereits leichte Verbiegungen aufweist, bezeichnet man als Haltungsschwäche.

Skoliosen die dringend einer Behandlung bedürfen treten dagegen in einer Familie meist nur sporadisch auf; und genau an dieser Stelle liegt das Hauptproblem:

Hätten die Eltern eines Skoliose-Patienten auch eine Skoliose gehabt, die behandelt wurde, dann würde es ihnen bei ihren Kinder nicht derart an Erfahrung und Unkenntniß fehlen.

Viele Betroffene machen auf der Suche nach Hilfe eine regelrechte Odisse von einem unwissenden Arzt zum anderen durch; und wenn sie dann irgendwann an die richtige Adresse geraten, ist es häufig für eine konservative (= nicht operative) Behandlung schon zu spät.

Aufklärung tut hier wirklich Not am Manne.
Um solche massiven Eingriffe wie eine Rücken-OP zu vermeiden muß man früh genug mit einer effektiven Behandlung anfangen.

BZebra


BZebra

RE: Veerbung von Skoliose

#7 von NettiAngel ( gelöscht ) , 26.05.2002 13:37

Danke für deine Antwort!

Also ich weiß ja nicht wie das mit der Erkennung bei euch war, aber bei mir wäre nie ein Arzt darauf gekommen das ich Skoliose habe.
Ich habe ihn selber darauf angesprochen, weil ich Probleme beim liegen hatte. Eigentlich hab ich mir ja nichts weiter bei gedacht und dann wurde ich (wie du schon geschrieben hattest) von einem Arzt zum anderen geschickt.

Müssten nicht Ärzte schon solche Vorsorge Untersuchungen machen. Wenn man sowieso mal beim Arzt ist, das die einen dann mal auf den Rücken schauen!! Das wäre doch kein großer Akt. Ich finde es sehr, sehr schade das so etwas nicht gemacht wird.
Oder wurde soetwas bei euch gemacht?

Wie wurde bei euch Skoliose festgestellt?

Netti


NettiAngel

RE: Veerbung von Skoliose

#8 von Vera T. ( gelöscht ) , 26.05.2002 13:52

Hallo!!!!

Mir hat mein linker Knöchel ganz plötzlich (ohne Grund) weh getan (da war ich 11) und deshalb ist meine Mutter mit mir zu unserem Hausarzt gegangen. Und der hat sich dann gleich meinen Rücken angeschaut und die Skoliose festgestellt. Er hat dann gemeint, ich müsste mit Ballett aufhören (deshalb habe ich ihn gehasst und ich mag ihn immer noch nicht), aber ich mache (mit 18) immer noch Ballett.

@BZebra:
Die Unwissenheit der Eltern ist wirklich schlimm, weil meine Orthopädin ein bisschen "unaufmerksam" ist/war und mir kein Korsett verschrieben hat, obwohl ich immer regelmäßig bei ihr war. Meine Mutter macht sich deshalb auch Vorwürfe, aber, ehrlich gesagt, ich wusste nicht mal, dass es die Möglichkeit gibt, eine Skoliose mit Korsett zu behandeln. Und meine Mutter wohl auch nicht.
Seit Sobi bin ich nicht mehr ganz so unwissend...

mfg
Vera


Vera T.

RE: Veerbung von Skoliose

#9 von BZebra ( gelöscht ) , 26.05.2002 14:08

Also, bei mir wurde die Skoliose schon sehr früh festgestellt.

Als Kleinkind hatte ich eine Trichterbrust, weshalb ich Krankengymnastik machen mußte (habe ich jetzt nicht mehr, ist erfolgreich therapiert worden).
Die Krankengymnastin hat damals eine sehr leichte Skoliose festgestellt, weshalb sie mich gleich da behielt.

Ich war also ständig unter Kontrolle und Behandlung; und trotzdem ist es bei mir so weit gekommen.

Aus heutiger Sicht weiß ich, daß die Krankengymnastik, die ich dort gemacht habe (Klappsches-Kriechen), nichts für meine Skoliose war. Zumindest nicht so, wie ich sie dort durchgeführt habe.

Zur Katharina-Schroth-Klinik kam ich nur per Zufall.
Wir kannten jemanden der da war.
Von alleine ist mein Orthopäde leider nicht auf die Idee gekommen, mich mal dahin zu schicken.
Nach der Kur in Sobernheim (bei der man eine Menge über seine Skoliose lernt) war ich dann "Fachkundiger" als mein Orthopäde. Er hat sich dann (dankbar) nurnoch aufs Rezepte schreiben konzentriert.

Heutzutage, im Zeitalter des Internets hat man es da doch einfacher sich ordentlich zu informieren.

BZebra


BZebra

RE: Veerbung von Skoliose

#10 von Ofelia ( gelöscht ) , 09.08.2002 13:58

ach sorry, was ich vergaß.
Ich studiere Rehabilitationspädagogik. Es gibt Zusammenhänge zwischen Skoliose und einer Bindegewebsschwäche. Hab ich auch erfahren am eigenen Leib. und des weiteren ist die Wirkung von Vitamin D und Kalzium, zu beachten und das in höheren Dosierungen als in Deutschland verabreicht wird. juti das neueste aus meinem Studium hoffe es hat geholfen...ein wenig


Ofelia

RE: Veerbung von Skoliose

#11 von InvincibleGirl ( gelöscht ) , 20.10.2002 01:00

Hi an Alle..

Ich habe auch seit meiner Geburt eine angeborene Skoliose.
Ich bin auch die Einzige bei uns in der Familie..
Meine Mutter hat mir mal gesagt, ihr hätte ein Arzt, bei dem ich mal war gesagt, dass die Vererbung meist oder häufig vom Vater kommt, und das es meist mehr Mädchen als Jungen trifft. Meine jüngere Schwester hat auch keine Skoliose. Aber meine älteren Geschwister haben alle verschiedene Rückenprobleme. Der Arzt meinte damals, das es
nach vielen kleinen Rückenproblemen dann mal ein großes geben kann, und das habe ich dann bekommen. Es ist nicht immer einfach, aber ich muss damit leben.
Ich wurde auch schon oft operiert, hatte verschiedene Korsetts und war auch oft im Krankenhaus. Ich bin froh das meine Freunde das so akzeptieren, wie ich bin..
Das wollte ich mal loswerden.

ok bis dann mal bye


InvincibleGirl

   


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