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RE: Röntgen

#1 von Kerstin , 30.10.2001 15:04

Beim Hausarzt hab ich mir gestern eine Überweisung zum Orthopäden und zum Röntgen geholt. Damit ich das hinter mich bringe, bin ich gleich noch zum Röntgen
gefahren. Ich hatte zwar gesagt, dass die ganze Wirbelsäule drauf muss,
aber da keine exakten Röntgenanweisungen auf dem Überweiser standen, war
auf dem ersten Bild (im Stehen von vorn) der Harrington-Stab nicht ganz
drauf. Also --> nochmal ausziehen. Die beiden Bilder im seitlichen Liegen
waren aber in Ordnung. Wieder viermal volle Röntgenstrahlenbelastung, was
ja so gesund auch nicht sein soll. Dabei gibt es jetzt eine neue
Untersuchungsmethode, die nur mit einfachen, unschädlichen Lichtstrahlen
arbeitet. Die sogenannte Videoraster-Stereografie stellt ein
dreidimensionales Bild der Wirbelsäule her. Dabei werden Lichtlinien auf
den Rücken gesendet, von einer Videokamera aufgezeichnet und einem
Computer ausgewertet. Der Verlauf der Lichtlinien, der sich an der
Oberfläche des Rückens ausrichtet, läßt einen Rückschluß auf die Form der
Wirbelsäule zu. Aber die Methode haben sie in Herzberg wohl nicht bzw.
reicht sie nicht, um den Stab abzulichten.

Naja, jedenfalls war aber so spät kein Arzt mehr da, der die Aufnahmen für
den Hausarzt "befundete", so dass ich die Bilder erst am Mittwoch abholen
kann. Da ich aber neugierig bin, hab ich sie mehr nochmal aus der Tüte
holen und zeigen lassen. Der Stab ist noch (ungebrochen) in voller
Schönheit an der Wirbelsäule und die Bandscheibendegeneration wird wohl
noch weiter fortgeschritten sein. (In Bereichen, in denen die Bandscheibe
geschädigt ist, sitzen die Wirbel enger zusammen.) Mal sehen, was der Doc bei der Nachuntersuchung
am 12.12. dazu sagt *gespannt bin*.


 
Kerstin
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RE: Röntgen

#2 von CTLSO ( gelöscht ) , 07.04.2002 23:55

Liebe Kerstin,

Röntgenaufnahmen sind bei den Verlaufskontrollen von Skoliose und Kyphose leider unumgänglich. Die Beurteilung der Stäbe und der eventuellen degenerativen Veränderungen ist mit der Videoraster-Methode nicht möglich. Was die Strahlenbelastung angeht, hast den Großteil bereits hinter Dir, die alten Geräte waren diesbezüglich sicher dutlich schlechter als die modernen von heute. Digitale Röntgenapparate - wie heutzutage üblich - verursachen bis zu 90% weniger Strahlenbelastung!

Gustl


CTLSO

RE: Röntgen

#3 von Toni ( gelöscht ) , 08.04.2002 00:09

Frage an Gustl- CTLSO
Du scheinst vom Fach zu sein.
Ist es möglich, einen Patienten mit Metall-Implantat (Harrington, Kütschner, Osteosynthese, usw....) mit MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) zu untersuchen?
Gruß Toni (jede Menge Schrott in den Knochen)


Toni

RE: Röntgen

#4 von ctlso ( gelöscht ) , 08.04.2002 10:22

Lieber Toni,

ich bin tatsächlich vom Fach. Deine Frage ehrt mich, und kann dazu folgendes sagen:
Moderne Metall-Implantate sind meistens nicht ferromagnetisch und somit medizinisch gesehen unbedenklich, aber selbst gut "eingewachsene" Nikkelchrom-Implatate sollten keine Probleme wie Verrutschen usw. machen.
Ein anderes Problem ist es, ob das zu untersuchende Gebiet in der Nähe des Implatates liegt und durch "Schatten" des Metalls die Bewertung der Bilder erschwert wird.
Konkret: Metall in der Wirbelsäule, Untersuchung am Knie - kein Problem. Metall und Untersuchung in der gleichen Körperregion: Eingeschränkte Beurteilbarkeit.

Grüße Gustl


ctlso

   


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