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RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#1 von Duffy ( gelöscht ) , 13.11.2001 19:40

Hallo Kerstin!
Deine Seite finde ich echt super! Vielleicht liest jemand meinen Beitrag, dem es ähnlich ergeht wie mir. Ich bin 30 Jahre alt und wurde mit 15 Jahren in Innsbruck / Österreich fast komplett versteift. Meine Krümmung war vor der OP fast 65 Grad, jetzt ist sie bei ca. 30 Grad. 10 Jahre lang hatte ich keine nennenswerten Probleme, doch seit ein paar Jahren verschlechtert sich mein Zustand immer mehr. Ich habe Lähmungen im linken Bein, kann die Arme nicht mehr hochheben, und an Schlafen in der Nacht ist vor lauter Rückenschmerzen nicht mehr zu denken. Ich musste daher meinen Beruf als Sekretärin aufgeben und kämpfe seit 3 Jahren bis jetzt erfolglos um eine Berufsunfähigkeitspension. Ich leide sehr unter diesen Umständen und wäre froh, wenn mir jemand mailen würde, der ähnliche Probleme hat wie ich!
Viele Grüße aus Österreich, Heidi!


Duffy

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#2 von Kerstin , 13.11.2001 19:52

Hallo Duffy, das hört sich ja nicht gut an und ich hoffe, dass du wenigstens in Behandlung bist. Ich leite deine Anfrage mal an alle weiter

Es gibt sicher genügend, denen es ähnlich geht.

Ich bin selber ja jetzt 36 und mir geht es - bis auf die obligatorischen Lendenwirbelsäulenschmerzen - soweit ganz gut und ich hoffe, dass das auch noch ein Weilchen so bleibt.

Du hast auch Schmerzen, wenn du gerade und entspannt im Bett liegst? Und tagsüber, wenn du die Arme nicht hebst, sondern z. B. einfach nur im Sessel sitzt? Ich hoffe ja sehr, dass du nicht dauernd Schmerzsymptome hast. Was sagt denn dein Orthopäde?


 
Kerstin
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RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#3 von Duffy ( gelöscht ) , 16.11.2001 20:18

Liebe Kerstin! Danke für deine Nachricht! Leider ist es bei mir wirklich so, daß ich auch im Liegen keine angenehme Stellung finde wo ich absolut schmerzfrei bin. Höchstens, na sagen wir mal "schmerzarm" kann ich 2-3 Stunden schlafen.
Mit den Armen ist es etwas anders, sobald ich sie nicht belaste, sind auch die Schmerzen erträglich, aber mein Arzt meint, nur total viel Physiotherapie würde helfen, damit nicht beide Schultergelenke total versteifen, aber mit den ganzen Behandlungen wurde alles nur noch schlimmer! Na ja, vielleicht schreibt mir ja mal jemand dem es auch so ergeht, dann fühlt man sich nicht immer so alleine!
Liebe Grüße! D.


Duffy

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#4 von Gast ( gelöscht ) , 22.11.2001 12:12

Also, mir geht es so ähnlich. Bin vor 21 und 23 Jahren ´versteift worden, nur der letzte Lendenwirbel bewegt sich noch. Dadurch hab ich ständig Probleme, HWS, LWS, Übergangsstellen von der 1. zur 2. OP. Falls du jemanden findest, der Cyriax macht, dann probiere es mal damit. Tut zwar tierisch weh und du kannst erst mal 2 Tage weder liegen noch stehen, aber nach 2 - 3 BEhandlungen bist du wie neugeboren. Allerdings muss man da auch aufpassen, dass die das auch richtig beherrschen.
Gruß
Manuela


Gast

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#5 von Schnecke ( gelöscht ) , 13.02.2003 01:24

Hallo Heidi!
Ich bin 47 Jahre und habe schon mein Leben lang Skoliose. Ich leide seit ca. 15 Jahren an akuten chronischen Rückenschmerzen. War auch schon zur Kur in Bad Salzungen, die das ganze noch verschlimmerte. Bin jetzt in einer Schmerztherapie ( dort wird man auch nur mit Hammer-Medikamenten vollgepumpt ). Bin seit Februar 2001 wegen meiner Krankheit krankgeschrieben ( war vorher auch Sekretärin ). Wollte noch einmal eine Kur machen und musste deshalb zu einem Vertrauensarzt von der BfA, der hat in seinen Bericht "vollzeitig arbeitsfähig geschrieben ( das ist eine Frechheit was die mit den Kranken heutzutage anstellen nur weil sie keine Gelder mehr haben ). Ich habe solche Schmerzen, dass ich nicht einmal meine Hausarbeit erledigen kann, da möchte ich einmal wissen was ich da den ganzen Tag arbeiten soll ! ! Ich werde jetzt versuchen auch meine Erwerbslosenrente einzureichen. Bin einmal gespannt wie das abläuft !
Wenn jemand damit schon Erfahrung gemacht hat kann es mir ja einmal schreiben !
Tschüß bis bald ! Alle Leidensgenossen


Schnecke

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#6 von Gast ( gelöscht ) , 26.02.2003 07:45

Hallo Duffy,

wie macht sich die Lähmung im linken Bein bemerkbar? Ich bin 33 Jahre alt und bin vor fast 11 Jahren operiert worden und habe seit ein paar Jahren ein Kribbeln im linken Oberschenkel, oft schmerzt es auch, vorallem bei längerem Sitzen. Wieviel Stunden hast Du als Sekretärin gearbeitet? Ich arbeite 6 Stunden täglich im Büro und bin echt am überlegen, ob ich nicht auf 4 Stunden reduziere. Mein Arzt hat mir das empfohlen, schon allein weil ich sehr oft auch unter starken Rücken- sowie Kopfschmerzen leide.

Ich würde mich sehr über eine Antwort von Dir freuen.

Yvi


Gast

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#7 von Gast ( gelöscht ) , 26.02.2003 17:30

Hallo zusammen,

ich bin 35 Jahre jung und vor 10 Jahren operiert worden. Die Jahre danach waren fast schmerzfrei. Vor ca. 2 Jahren habe ich Probleme im LWS- und HWS-Bereich bekommen (Überlastung halt...) Nach reiflicher Überlegung habe ich mich für Kieser-Training entschieden, obwohl kein Orthopäde eine eindeutige Empfehlung ausspricht. Der Tenor ist "wenn Sie vorsichtig an die Sache herangehen und auf Ihren Körper hören, kann es der Sache sehr dienlich sein..." Das war es dann bis jetzt auch. Seitdem habe ich eine sehr starke Rücken- Bauch- und Beinmuskulatur aufgebaut. Ich gehe mal davon aus, dass das Kieser-Training die Sache insgesamt deutlich entlastet. Probleme bleiben dann doch noch beim Liegen - eine halbe Stunde Herumwälzen vor dem Einschlafen ist obligatorisch.
Vor vier Jahren habe ich auf Teilzeit (30h/Wo) "abgerüstet" - damals nicht aus gesundheitlichen Gründen sondern wg. Erziehung des Nachwuchses - aber heute bin ich froh darum und werde so schnell auch nicht wieder mehr arbeiten wollen.

Wie geht Ihr an die Sache Sport heran? Und an das leidige Arbeitsthema?

Viele Grüße...


Gast

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#8 von Kerstin , 26.02.2003 18:55

Ich mache so vieles, was der Wirbelsäule nicht gut tut, aber das hab ich ja schonmal geschrieben:

keine Rückengymnastik oder sonstigen Sport

ewiges Sitzen vor dem PC

weite Autofahrten zur Arbeit (40 Stunden Woche)

...

macht sich alles in obligatorischen Ledenwirbelschmerzen bemerkbar. Hm, das Arbeiten würde ich sofort aufgeben, wenn ich im Lotto gewinnen würde. Sport scheitert meistens an Faulheit.


 
Kerstin
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RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#9 von Duffy ( gelöscht ) , 28.02.2003 19:20

Liebe Yvi!

Die Lähmung macht sich so bemerkbar, daß ich zuerst totale Schmerzen bis ins Bein habe, danach ein Kribbeln verspüre, dann kriegt man eiskalte Beine, und irgendwann fühlt sich alles wie tot an. Als Sekretärin hab ich 8 Stunden am Tag gearbeitet, kann heute aber nicht mal mehr eine Stunde durchgehend sitzten. Seit 4 Jahren läuft ein Pensionsverfahren, daß immer noch nicht abgeschloßen ist.
Liebe Grüße Duffy!


Duffy

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#10 von Yvi ( gelöscht ) , 02.03.2003 10:54

Vielen Dank für die schnelle Antwort Duffy!

Die von Dir geschilderten Symptome (schmerz und kribbeln im Bein) habe ich schon von anfang an und bekomme ich wenn ich längere Zeit gesessen habe.

Dauerhafte Schmerzen habe ich zum Glück noch nicht und insbesondere nur bei Überanstrengung oder wenn ich mich verdreht habe.

Kommen Deine Schmerzen von den Bandscheiben und wieviel
Bandscheiben hast Du im unteren Lebenwirbelbereich ?

Bekommst Du denn finanzielle Unterstützung vom Staat ?

Wieviel Prozent Behinderung hast Du ?

Kennst Du noch mehrere denen es so geht wie Dir ?


Yvi

RE: Wer hat Probleme bei der Arbeit?

#11 von Duffy ( gelöscht ) , 04.03.2003 09:16

Hi, Yvi!

Weiß nicht genau, wieviele unversteifte Wirbel ich noch habe, im Moment hab ich kein Röntgenbild zur Hand. Aber die Schmerzen kommen von den Bandscheibenvorfällen, teilweise sind die Vorfälle 9 mm!

Mein Behinderungsgrad beträgt 80 % Schwerbehinderung, der sich so zusammen setzt: 40 % für die versteifte Wirbelsäule
30 % für die Bandscheibenvorfälle, 40 % für die steifen Schultergelenke und 20 % für rheumatische Arthralgien der großen Gelenke. Daraus ergibt sich ein Prozentsatz von 80.

Staatliche Rente oder einen Zuschuß krieg ich nicht, hab aber seit 4 Jahren ein Pensionsverfahren laufen. Wäre meine Erkrankung aus einem Unfall resultiert, würde ich eine schöne Unfallrente kriegen!!

Für weitere Fragen stehe ich auch gerne unter meiner eigenen Email Adresse zur Verfügung. lebitsch.heidi@aon.at

Bis bald, liebe Grüße


Duffy

   


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